Die richtige Temperatur und die optimale
Luftfeuchte sorgen für ein behagliches und
gesundes Wohnen und Arbeiten. Je nach
Raumnutzung werden Zimmertemperaturen
von 18 bis 24° C als optimal angegeben.
Die physiologische, also für den Menschen
zuträglichste Raumluftfeuchte liegt in dem
Bereich von 35-65%. Im Vordergrund zum
Erreichen dieser Klimawerte steht das rich-
tige Lüften.
Dies bedeutet: Mehrmals täglich mit weit
geöffneten Fenstern und Türen querlüften.
Stoßlüften verhindert die Auskühlung der
Wände und damit die Kondensation von
Luftfeuchte an der Bausubstanz.
Bei mehr als 50% relativer Feuchte im
Winter wird unter ungünstigen Bedingungen
(bauübliche Wärmebrücken) mikrobielles
Wachstum begünstigt: Es kommt zur
Schimmelbildung. Auch die Vermehrung von
Hausstaubmilben wird durch höhere Luft-
feuchte begünstigt. Schimmelpilz- und
Milbenallergen in der Wohnung kann zur
Entstehung von Allergien führen und
bestehende Allergien richtungsweisend ver-
schlimmern.
Folgerichtig lässt sich auch in Unter-
suchungen belegen, dass mit zunehmender
Luftfeuchtigkeit und der dadurch bedingten
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Vermehrung von Innenraumallergenen die
Häufigkeit von allergischem Asthma steigt.
Bei zu geringer Luftfeuchtigkeit im Innen-
raum (unter etwa 30%), insbesondere in der
Heizperiode, können Beschwerden wie
Augenbrennen und -tränen, Infekte der
oberen Atemwege, trockene Nase, auftreten.
Dies kann bedingt sein durch hohen
Luftwechsel bei undichten Fenstern oder
Ofenheizung.
Fazit:
Bei einem Wohnklima im Winter zwischen
30% und 65% relativer Luftfeuchte (je nach
Zimmertemperatur) lebt man gesünder.
Daher sollte man mit einem geeigneten
Hygrometer die Raumluftfeuchtigkeit im
Auge behalten. Das ist die Voraussetzung
dafür, ungesundes Raumklima zu erkennen
und dem effektiv im Sinne eines gesunden
Innenraums entgegenzuwirken.
Verfasser:
MED. INSTITUT FÜR UMWELT- UND ARBEITS-
MEDIZIN MIU GMBH
Dr. med. Dipl.-Chem. Herbert Lichtnecker | Facharzt für Arbeitsmedizin Allergologie Umweltmedizin
Beckhauserstraße 16g | 40699 Erkrath
Web: www.umweltmedizin.net
E-Mail: Lichtnecker@umweltmedizin.net
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